17: Beschenke jemanden, den Du (gerade) nicht magst

Sarahs Erlebnis mit diesem Geschenk

Puh, gar nicht so einfach, dieses Erlebnis zu teilen ohne jemanden bloßzustellen. Ich versuch’s mal:

Wir haben eine Person in unserer Familie, die aufgrund psychischer Vorbelastung nicht einfach ist. Über Jahre habe ich unter ihrer schwierigen Art gelitten, aber wie das manchmal so ist mit Familie; man kann sich nicht immer aussuchen, mit wem man konfrontiert ist.

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass sie wenig für ihre Schwierigkeiten und die daraus resultierenden Verletzungen in ihrem Umfeld kann und ich bin weicher mit ihr geworden, aber schwierig ist es geblieben. Wenn ich es mir aussuchen kann, versuche ich so wenig Kontakt wie möglich mit ihr zu haben.

Kürzlich habe ich aber über einen Social Media Post festgestellt, dass sie sich etwas sehr wünscht, das ich ihr mit einfachen Mitteln schenken kann. Also habe ich heute all meinen Mut zusammengenommen und hab ihr das Geschenk gemacht.

Gern würde ich jetzt erzählen, dass dieses Geschenk, das mich viel Überwindung gekostet hat, alles verändert hat, wir jetzt dicke Freunde sind und ihre Reaktion auf das Geschenk total super war. Das war aber nicht so. Sie kann schlecht ihre Freude zeigen, aber ich hab gesehen, dass sie zumindest verwirrt über diese ungewohnte Geste war. Und das ist okay, das reicht mir.

Denn das ist etwas, was mir das regelmäßige Schenken beigebracht hat: Ein Geschenk ist ein Geschenk weil es gegeben wird. Es ist ganz egal, wie es ankommt.

 


Was hast Du erlebt, als Du diesen Geschenkimpuls umgesetzt hast?

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